BIMM – ein interkulturelles Mentoringprogramm für qualifizierte Migrantinnen

Mentoring ist eine bewährte Methode, um Frauen bei ihrem beruflichen Aufstieg zu unterstützen. Für qualifizierte Migrantinnen stellt sich die Frage des Aufstiegs meist nicht, weil der ausbildungsadäquate Einstieg die größte Hürde darstellt.

Formal nicht anerkannte Ausbildungen, mangelnde Berufserfahrung in Österreich, vor allem aber fehlende berufliche Kontakte machen eine der Ausbildung entsprechende Positionierung fast unmöglich.

Qualifikationen und Kompetenzen, wie Mehrsprachigkeit, interkulturelle Kompetenz, Berufserfahrung im Herkunftsland werden nur selten als Potential wahrgenommen. Hier setzt das Projekt BIMM des abz*austria an.

Das Projekt

Während einer 14-wöchigen Qualifikationsmaßnahme werden insgesamt 24 Migrantinnen auf den Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ergänzend wird für die Teilnehmerinnen auf Basis des individuellen Qualifikationsprofils und der angestrebten Ziele eine Mentorin gesucht.

Die Mentorinnen verfügen über einschlägige Berufserfahrung, haben selbst einen Migrationshintergrund oder Erfahrung im interkulturellen Bereich. Sie unterstützen und begleiten die Mentees auf ihrem Weg, geben ihre Erfahrungen weiter, eröffnen neue berufliche Kontakte und geben Einblick in die Spielregeln des österreichischen Arbeitsmarkts.

Die vereinbarten Unterstützungsleistungen variieren je nach individuellen Zielen:

  1. Von der Hilfe bei der Vorbereitung auf die Nostrifikation
  2. über Unterstützung bei der Jobsuche,
  3. beim Aufbau von Kontakten
  4. bis zur praktischen Erprobung von Arbeitsaufgaben.

Der Inhalt und der Zeitrahmen der Unterstützung wird für jedes Mentoringpaar in einer Vereinbarung festgehalten.

Während des Mentoringprogramms steht die Mentoringverantwortliche des Projekts den Mentees und den Mentorinnen als Ansprechperson zur Verfügung.

Erfahrungen bestätigen Sinnhaftigkeit

Am 23.6. wurde das interkulturelle Mentoringprogramm im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt.
Während einer gemeinsamen Straßenbahnfahrt mit den Teilnehmerinnen des Projekts hatten die Mitreisenden Gelegenheit sich dem Thema entlang der Stationen Neueinstieg – Orientierung – Mentoring anzunähern.

Bei der anschließenden Pressekonferenz wurden die ersten Erfahrungen mit dem Pilotprojekt präsentiert.

Diese bestätigen die Sinnhaftigkeit des Konzepts:
Mentoring für qualifizierte Migrantinnen ist dann eine sinnvolle Methode zur Arbeitsmarktintegration, wenn die Mentee ihre Berufseinstiegspläne konkretisiert hat und aktiv Verantwortung für die Gestaltung der Mentoringbeziehung übernimmt.

Mentorinnen sollten neben ihrem Engagement und ihrer Berufserfahrung auch soziale und interkulturelle Kompetenz einbringen.

Manuela Vollmann, Geschäftsführerin des abz*austria betont: „Insgesamt unterstreicht das Pilotprojekt einmal mehr die Tatsache, dass Frauen für ihren beruflichen Erfolg Netzwerke brauchen. Für Migrantinnen sollten die Maschen enger und die Seile stärker sein.“

BIMM – Berufliche Integration und Mentoring für Migrantinnen ist ein Teilprojekt der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft InterCulturExpress durchgeführt vom abz*austria – Chancen für Frauen – Chancen der Wirtschaft.

Presserückfragen

Dr. Roberta Rastl - abz*austria Chancen für Frauen – Chancen der Wirtschaft
Tel.: +43/1/66 70 300-20
mobil: +43/699/1 66 70 314

e-Mail: pr@abzaustria.at

 

 

 

Suche starten